Hoher ASP-Druck in Rumänien: Studie zeigt Übertragungsproblematik in Schweinebetrieben
Die Afrikanische Schweinepest (ASP) tritt in Rumänien bei vielen Hausschweinebeständen auf. Eine kürzlich veröffentlichte Studie liefert Einblicke in die Übertragungswege und verdeutlicht, dass das Virus hauptsächlich auf direkten oder indirekten Kontakt zwischen Betrieben zurückzuführen ist. Die Biosicherheit scheint somit vor Ort eine große Schwachstelle zu sein.
Die Ausbreitung der ASP in Hausschweinebeständen ist in Rumänien ein massives Problem. Laut Daten des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) werden in Rumänien landesweit 70 Fälle bei Hausschweinen und 229 Fälle bei Wildschweinen gemeldet (Stand 08.04.26). Damit ist Rumänien mit Abstand das Land mit den meisten ASP-Fällen in Hausschweinebeständen.
60 % der Infektionen entstehen durch Kontakte zwischen Betrieben
Wie das Fachportal Pig Progress berichtet, weisen aktuelle Studienergebnisse nun darauf hin, dass die Ausbreitung über Wildschweine nicht das einzige Problem ist. Eine kürzlich im Fachjournal Nature Communications veröffentlichte Studie französischer und rumänischer Wissenschaftler (u.a. von INRAe und Anses) zeigt nun auf, dass rund 60 % der Infektionen auf direkten oder indirekten Kontakt zwischen landwirtschaftlichen Betrieben zurückzuführen sind.
Während 27 % der Infektionen aus Wildschweinpopulationen in den Betrieb übersprangen
, infizierten sich umgekehrt auch Wildschweine in 40 % der Fälle an benachbarten Schweinehaltungen. Diese wechselseitige Übertragung zeigt, dass die Abschottung der Ställe (Schnittstelle Wild- zu Nutztier) und die Biosicherheitsmaßnahmen auf den Betrieb nicht greifen.

