ASP in Hessen: EU genehmigt Verkleinerung der Sperrzonen
In Hessen zahlt sich die konsequente Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) im Schwarzwildbestand aus: Die EU-Kommission hat einer ersten Teilrückstufung für das Kerngebiet Beta
und Gebiete nördlich der Weißen Zone in Südhessen zugestimmt. Damit können in Teilen des Rheingau-Taunus-Kreises sowie im Main-Taunus-Kreis, Hochtaunuskreis, in Wiesbaden und Frankfurt Sperrzonen verkleinert und Restriktionen aufgehoben werden.
Die Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in Hessen kommt einen entscheidenden Schritt voran: Die EU-Mitgliedstaaten haben dem gemeinsamen Antrag von Hessen und Rheinland-Pfalz auf die erste Teilrückstufung für das Kerngebiet Beta
und Gebiete nördlich der Weißen Zone in Südhessen zugestimmt. Das teilte das hessische Landwirtschaftsministerium mit. Hessens Landwirtschaftsminister Ingmar Jung zeigte sich erleichtert über die Entscheidung: Das ist eine sehr gute Nachricht und zeigt, dass unser Ansatz einer sehr intensiven und entschlossenen Seuchenbekämpfung genau richtig war. Es ist auch eine Bestätigung der guten Zusammenarbeit zwischen Land, Kreisen, Land- und Forstwirtschaft und Jägerschaft.
Sperrzonen werden verkleinert
Die Verkleinerung der Sperrzonen wurde im Standing Committee on Plants, Animals, Food and Feed (SCoPAFF) mehrheitlich beschlossen. Damit kann nun eine Änderung der EU-Durchführungsverordnung vorgenommen werden, die in den nächsten Tagen in Kraft tritt. Teile des Rheingau-Taunus-Kreises sowie angrenzende Flächen im Main-Taunus-Kreis, Hochtaunuskreis, in Wiesbaden und Frankfurt werden damit wieder als frei von ASP ausgewiesen und die Sperrzonen entsprechend verkleinert.
Strenge Kriterien erfüllt
Für die Rückstufung mussten europarechtlich mehrere Voraussetzungen erfüllt sein: In den betroffenen Flächen durfte mindestens zwölf Monate lang kein Wildschwein neu an ASP verenden. Nachweislich musste die Seuche im Wildbestand getilgt sein – bestätigt durch kontinuierliche Suchen nach Fallwild mit Kadaversuchhunden und Wärmebilddrohnen, dokumentierte Abschusszahlen sowie sehr wenige lebende Wildschweine. Zusätzlich musste über Prävention und Biosicherheitsmaßnahmen in den Hausschweinebeständen berichtet werden.
Blick auf Kerngebiet Alpha
Das Hessische Landwirtschaftsministerium arbeitet mit Hochdruck daran, die Voraussetzungen auch für das in Südhessen liegende Kerngebiet Alpha
zu schaffen. Wir hoffen, dass wir hier im Herbst erste ähnliche Schritte einläuten können
, so Minister Jung. Hierfür bleibt eine konsequente Fortführung der Bekämpfungsmaßnahmen – Schwarzwildreduktion und dichte Zaunbarrieren – unabdingbar.

