ASP-Jahresbilanz 2025: Deutlich weniger Fälle bei Wildschweinen zum Jahresende

Die monatliche Entwicklung der ASP-Fallzahlen zeigt ab Mitte des Jahres einen deutlichen Rückgang (© ISN nach TSIS)
Die Jahresbilanz zeigt: Das ASP-Geschehen in Deutschland hat sich Ende 2025 ein wenig entspannt und lässt zum Jahresbeginn etwas aufatmen. Nach einem Start mit hohen Fallzahlen hat sich die Lage im Laufe der zweiten Jahreshälfte 2025 spürbar beruhigt – ein Blick auf die vollständigen Daten im letzten Jahr zeigt, wie deutlich die Entwicklung war.
Die ASP-Lage in Deutschland hat sich im Verlauf des letzten Jahres entspannt. Laut Daten der TSIS (TSIS) wurden im gesamten Jahr 2025 1.994 ASP-Fälle festgestellt. (Stand 31.12.2025) Nach hohen Fallzahlen zu Jahresbeginn hat sich das Geschehen im weiteren Verlauf deutlich beruhigt. Besonders im dritten und vierten Quartal zeigt sich ein klarer Abwärtstrend, sodass die Lage aktuell vergleichsweise stabil ist.
Deutlicher Rückgang im Jahresverlauf
Während im ersten Quartal und zweiten Quartal insgesamt 1.623 ASP-Fälle gemeldet wurden, sanken die Zahlen ab Sommer deutlich. Trotz dass Mitte Juni der ASP-Ausbruch in Nordrhein-Westfalen gemeldet worden ist und im Hochsauerlandkreis ein neues Geschehen dazugekommen ist, brach die Kurve bei den ASP-Fällen ab Mitte des Jahres deutlich ein: Im dritten Quartal wurden nur noch 224 Fälle registriert, im vierten Quartal bislang lediglich 147. Damit ist der Rückgang klar erkennbar – ein positives Signal für die Bekämpfung der ASP in Deutschland.
Regionaler Schwerpunkt in Hessen
Besonders betroffen von der ASP war im letzten Jahr Hessen – allein in diesem Bundesland wurden laut TSIS im Jahr 2025 über 1.600 ASP verzeichnet. Seit Mai hat sich die Lage auch dort immer mehr entspannt – aktuell treten allerdings immer noch weiter vereinzelt Nachweise auf. In Nordrhein-Westfalen kam es Mitte Juni im Kreis Olpe zu einem Ausbruch, der die Zahlen kurzzeitig steigen ließ. Dank schneller und konsequenter Maßnahmen konnte die Ausbreitung eingedämmt werden – doch es werden ebenfalls noch regelmäßig ASP-Funde gemeldet. Insgesamt verzeichnete NRW 2025 im Vergleich zu Hessen nur ein Bruchteil an Fällen, und zwar 289.
Andere Bundesländer fast frei - Restriktionszonen verkleinert
In anderen Bundesländern wie Brandenburg, Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg ist die Lage inzwischen ruhig: Brandenburg und Rheinland-Pfalz meldeten 2025 jeweils nur 17 Fälle (zuletzt im Mai und im September), in Baden-Württemberg gab es 26 Fälle (letzter Fall im Juli) und in Sachsen lediglich einen einzigen ASP-Fall im Februar. In vielen Regionen konnten daher die Restriktionszonen bereits verkleinert oder aufgehoben werden.
Besonders erfreulich: Kein einziger schweinehaltender Betrieb war in 2025 von ASP betroffen. Das zeigt, dass die Biosicherheitsmaßnahmen der Schweinehalter greifen und wirksam sind. Seit Beginn diesen Jahres wurden 3 ASP-Fälle in NRW gemeldet (Stand 05.01.2026).
Ausblick: Wachsamkeit bleibt notwendig
Trotz des positiven Trends bleibt das Risiko einer Einschleppung nach wie vor bestehen. Es sind mehrere EU-Länder von der ASP betroffen, ein neuer Eintrag ist jederzeit möglich. Das zeigt erst der kürzliche ASP-Ausbruch in Spanien. Umso wichtiger ist es daher, dass alle Schweinehalter weiter auf eine hohe Hygiene in ihrem Betrieb achten, konsequent Biosicherheitsmaßnahmen einhalten und höchste Vorsicht walten lassen. Nur so kann die positive Entwicklung des letzten Jahres auch in 2026 fortgesetzt werden.
