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02.02.2026rss_feed

ASP in Spanien: Branche fordert Marktöffnungen und Regionalisierung

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Zwei Monate nach dem ASP-Ausbruch bei Barcelona sieht sich die spanische Schweinefleischwirtschaft weiterhin mit eingeschränkten Exportmöglichkeiten konfrontiert und spricht sich daher verstärkt für eine Lockerung der Importbeschränkungen wichtiger Drittstaaten aus. Im Restriktionsgebiet wurden inzwischen 103 ASP-positive Wildschweine nachgewiesen, berichtet Agra Europe.

 

Zwei Monate nach dem Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest (ASP) bei Barcelona befürchtet die spanische Schweinefleischwirtschaft für 2026 massive Verluste und ruft immer lauter nach einer Lockerung der Importbeschränkungen von wichtigen Drittstaaten.

 

Exportmärkte blockiert – Branche warnt vor hohen Verlusten

Branchenverbände wie Interporc und ANICE drängen daher auf Marktöffnungen und die Akzeptanz von Regionalisierungsabkommen. In diesem Zusammenhang wird auf China verwiesen, das der wichtigste Drittstaatenmarkt für die Spanier ist und ein erst wenige Wochen vor dem ASP-Ausbruch vereinbartes Regionalisierungsabkommen unverändert akzeptiert.
Laut Interporc sind gemessen am Exportwert aktuell 70% des Drittstaatenmarktes für Spaniens Schweinefleischexporteure gesperrt. Damit müsse man für ein Viertel der Gesamtausfuhren neue Abnehmer finden. Auch der katalanische Bauernverband unterstrich die Notwendigkeit einer verbesserten Absatzlage und damit einer Stabilisierung des Schlachtschweinepreises. Denn sollte dieser bis Ende 2026 das Niveau von Anfang November 2025 weiter um mindestens 30 Cent pro Kilogramm Lebendgewicht (LG) verfehlen, sei im Gesamtjahr rein rechnerisch mit einem allein preisbedingten Gesamtschaden von mindestens 2 Mrd. Euro für die spanischen Schweinehalter zu rechnen.

 

Intensive ASP-Bekämpfung

Im Restriktionsgebiet bei Barcelona ist die Zahl der ASP-infizierten Wildschweine auf 103 gestiegen. Außerhalb der Schutzzone sowie in Hausschweinebeständen wurden bislang keine Fälle festgestellt. Die Behörden setzen verstärkt auf Zäune, Fallen und den Einsatz von Drohnen mit Wärmebildtechnik, um den Wildschweinbestand zu reduzieren und die Ausbreitung einzudämmen. Zudem laufen Gespräche mit Jagdverbänden, um deren Einbindung in die Seuchenbekämpfung zu stärken.