ASP in Ungarn: Erster Fall in Hausschweinebestand festgestellt
In Ungarn ist erstmals ein Hausschweinebestand von Afrikanischer Schweinepest (ASP) betroffen. Die nationale Veterinärbehörde Nébih bestätigte den Ausbruch in einem Betrieb im Osten des Landes. Die Behörden haben umgehend drastische Seuchenbekämpfungsmaßnahmen eingeleitet.
Die ungarischen Behörden haben erstmals den Nachweis der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in einem Hausschweinebestand offiziell bestätigt. Wie die Nationale Behörde für Lebensmittelsicherheit (Nébih) mitteilte, wurde das Virus in einem Betrieb im Komitat Szabolcs-Szatmár-Bereg im Osten Ungarns nachgewiesen. Es ist der erste ASP-Fall in Ungarn, der bei Hausschweinen festgestellt wurde.
Betrieb mit 3.000 Tieren betroffen
Das Labor der Nébih bestätigte das ASP-Virus am 3. Juni in einem landwirtschaftlichen Großbetrieb in der Ortschaft Vállaj. Der nationale Chefveterinär, Dr. Imre Nemes, ordnete die sofortige Sperrung des betroffenen Betriebs an. Die Keulung des gesamten Bestands von rund 3.000 Schweinen wurde umgehend eingeleitet. Parallel läuft eine intensive epidemiologische Untersuchung, um die genaue Infektionsquelle zu ermitteln und eine mögliche weitere Ausbreitung des Virus nachzuvollziehen.
Schutz- und Überwachungszonen eingerichtet
Als unmittelbare Reaktion auf den Ausbruch hat die Veterinärbehörde eine Schutz- sowie eine Überwachungszone um den betroffenen Betrieb ausgewiesen. Innerhalb dieser Zonen gelten strenge Transport- und Handelsbeschränkungen für alle schweinehaltenden Betriebe. Die Behörden appellieren eindringlich an alle Schweinehalter im Land, die Biosicherheitsmaßnahmen strikt einzuhalten, um eine weitere Eskalation des Seuchengeschehens zu verhindern.

