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01.10.2026rss_feed

Boeser Frischfleisch vollzieht Übernahme des Vion-Schlachthofs in Crailsheim

©www.boeser-frischfleisch.de

Die Boeser Frischfleisch GmbH hat am 28. September 2026 den Betrieb des Vion-Schlachthofs im baden-württembergischen Crailsheim übernommen. Der Standort mit rund 600 Beschäftigten soll als Schlacht- und Zerlegebetrieb für Schweine und Rinder fortgeführt werden.

 

Mit der Übernahme steigt Boeser Frischfleisch wieder selbst in das Schlachtgeschäft ein. Das Unternehmen, das bislang vor allem auf die Grob- und Feinzerlegung von Schweinefleisch spezialisiert war, erweitert damit zugleich sein Geschäft um Rindfleisch und sichert sich eine eigene Rohstoffbasis. Die Belegschaft wächst durch den Zukauf auf rund 950 Beschäftigte an drei Standorten. Für 2025 weist Boeser einen Umsatz von knapp 210 Millionen Euro aus.

Kontinuität für Landwirte und Kunden

Für die Landwirte in der Region bedeutet der Eigentümerwechsel zunächst Kontinuität: Boeser will die bestehenden Lieferbeziehungen zu Landwirten, Erzeugergemeinschaften, Viehhandel und Kunden fortsetzen. Auch bei der Anlieferung sind vorerst keine Änderungen vorgesehen. Der Schlachthof verarbeitet jährlich rund eine Million Schweine und etwa 95.000 Rinder.

Verkauf im Zuge der Vion-Neuausrichtung

Die Übernahme ist Teil der strategischen Neuausrichtung der Vion Food Group, die sich stärker auf die Benelux-Region konzentriert. Den ursprünglich vorgesehenen Kauf durch die Premium Food Group hatte das Bundeskartellamt 2025 aus wettbewerblichen Gründen untersagt. Zwischenzeitlich hatte auch Westfleisch Interesse gezeigt. Schließlich wurde der Verkauf an Boeser im April 2026 vereinbart. Der Abschluss verzögerte sich anschließend noch wegen ausstehender Genehmigungen. Das Bundeskartellamt hatte bereits im Juli grünes Licht gegeben. Über den Kaufpreis haben beide Parteien Stillschweigen vereinbart.