Dänische Schweinehalter fordern Ausstiegsprogramm

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Der dänische Verband der Schweineerzeuger Danske Svineproducenter hat sich für die Einführung eines freiwilligen Ausstiegsprogramms für Schweinehalter in Dänemark ausgesprochen. In einer Pressemitteilung schlägt der Verband vor, Landwirten einen geordneten Rückzug aus der Produktion zu ermöglichen, falls politische Vorgaben zu einer Reduktion der Schweinehaltung führen, berichtet AgE.
Der Verband der dänischen Schweineproduzenten hat der Politik ein Ausstiegsprogramm für Schweinehalter vorgeschlagen. In einer Pressemitteilung vom 19. März 2026 beschreibt der Branchenverband die Idee, für aktive Schweinehalter eine Regelung zur Aufgabe oder dauerhaften Umstellung ihrer Betriebe einzuführen. Dem war ein heißer Wahlkampf vorausgegangen, bei dem die Schweineproduktion im Land politischem und öffentlichem Druck ausgesetzt war. So hatte sich eine breite Allianz aus mehreren Umwelt- und Tierschutzorganisationen gegründet, die im Vorfeld der Parlamentswahlen in Dänemark eine Neuausrichtung der Schweinehaltung und weniger Folgen für die Umwelt eingefordert hatte.
Strukturwandel soll staatlich begleitet werden
Der Verbandsvorsitzende Jeppe Bloch Nielsen wirft den bisherigen im dänischen Parlament befindlichen Parteien vor, eine Kampagne gegen die Schweineproduktion geführt zu haben, die auf Ungenauigkeiten und falschen Behauptungen basiert
. Wenn es nun einmal so ist, dass man in Dänemark keine Schweineproduktion mehr wünscht, dann müssen wir uns darauf einstellen und uns darauf konzentrieren, wie wir mit dieser Situation bestmöglich umgehen
, führte Bloch Nielsen weiter aus. Ziel des nun vorgelegten Vorschlags sei es, den gesamten Schweinebestand anzupassen, ohne dabei finanzielle Unsicherheit und psychologischen Druck auf die Schweineerzeuger und ihre Familien auszuüben. Der Schweineproduzentenverband betont in dem Zusammenhang, dass es bereits für andere Bereiche ähnliche Programme im Land gegeben habe.
Verständnis, aber keine Zustimmung
Der dänische Fachverband der Land- und Ernährungswirtschaft (L&F) zeigte Verständnis für die Schweinehalter, unterstützt ihren Vorschlag aber dennoch nicht. Laut dem gerade erst im Februar frisch ins Amt gewählten Vorsitzenden der L&F-Sektion für Schweine, HC Gæmelke, entspricht der Schweinesektor nicht dem Bild, das Medien und Politiker im Wahlkampf gezeichnet haben. In der öffentlichen Debatte seien die Folgen einer Produktionskürzung nicht zur Sprache gekommen. Stattdessen braucht es Gæmelke zufolge Rahmenbedingungen, die es ermöglichen, die heimische Produktion weiterzuentwickeln und in Verbesserungen zu investieren.
