Deutsche Schweinefleischexporte: EU bleibt wichtigster Absatzmarkt
Deutschlands Schweinefleischexporte sind im ersten Halbjahr 2026 leicht gestiegen. Während die Lieferungen in die EU zurückgingen, legten die Ausfuhren in Drittländer deutlich zu – besonders kräftig entwickelte sich der Absatz im Vereinigten Königreich. Dennoch bleibt die EU mit großem Abstand der wichtigste Markt.
Von Januar bis Juni 2026 exportierte Deutschland insgesamt rund 1,08 Mio. t Schweinefleisch und Nebenprodukte und damit 1,7 % mehr als im Vergleichszeitraum 2025, berichtet die AMI. Davon entfielen 894.000 t auf Schweinefleisch sowie daraus hergestellte und verwandte Erzeugnisse. Weitere 184.000 t waren genießbare Schlachtnebenerzeugnisse.
Drittlandsexporte erholen sich deutlich
Das Exportgeschäft innerhalb der EU entwickelte sich etwas schwächer als im Vorjahr. Die Lieferungen in die EU-27 lagen im ersten Halbjahr 2026 mit 889.000 t rund 3 % unter dem Vorjahresniveau. Die deutschen Ausfuhren in Staaten außerhalb der EU-27 stiegen hingegen von rund 146.000 t im ersten Halbjahr 2025 auf etwa 189.000 t im Jahr 2026. Das entspricht einem Zuwachs von knapp 30 %. Damit knüpften die Drittlandsexporte wieder an das Niveau von 2024 an. Trotz dieser Erholung bleibt die EU mit einem Anteil von rund 82 % der zentrale Pfeiler des deutschen Exportgeschäfts.
Italien bleibt Spitzenabnehmer
Italien und die Niederlande blieben die wichtigsten Abnehmerländer für deutsches Schweinefleisch. Nach Italien gingen rund 170.000 t, 2 % weniger als im Vorjahreszeitraum. Die Niederlande steigerten ihre Bezüge dagegen um 6 % auf etwa 160.000 t. Auch Polen gewann als Absatzmarkt an Bedeutung. Die deutschen Lieferungen dorthin erhöhten sich um 18 % auf rund 76.000 t. Nach Österreich gingen etwa 65.000 t, ein leichter Rückgang von 1 %. Die Ausfuhren nach Belgien lagen mit rund 61.000 t ebenfalls 1 % unter dem Vorjahreswert.
Vereinigtes Königreich mit deutlichem Plus
Besonders kräftig entwickelte sich der Absatz im Vereinigten Königreich. Die Importe aus Deutschland legten nach AMI-Angaben um rund 45 % zu. Auch Südkorea und Vietnam gewannen wieder an Bedeutung.

