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20.03.2026rss_feed

EU-Landwirtschaftsausschuss will Zukunft der Tierhaltung sichern

Das Europäische Parlament in Straßburg ©Europaparlament (www.europarl.europa.eu/)

Das Europäische Parlament in Straßburg ©Europaparlament (www.europarl.europa.eu/)

Die Agrarpolitiker im Europaparlament wollen die Tierhaltung in der EU gestärkt sehen. In einem Entschließungsentwurf drängt der Landwirtschaftsausschuss unter anderem auf ein in realen Preisen stabiles GAP-Budget, um die finanzielle Unterstützung für den Sektor auf dem aktuellen Niveau zu halten. Zudem sollen EU-Tierschutzstandards in Handelsabkommen mit Drittländern berücksichtigt werden. Auch die Koordination des Kampfes gegen Tierseuchen soll auf EU-Ebene verbessert werden, berichtet AgE.

 

entsprechende Entschließung haben die Abgeordneten am vergangenen Mittwoch (18.3.) auf den Weg gebracht. Das Europaparlament wird aller Voraussicht nach im April über den Katalog mit Forderungen an die EU-Kommission entscheiden.

Die Abgeordneten drängen unter anderem auf folgende Punkte:

  • Maßnahmen zur Sicherung der Budgets der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP), um die finanzielle Unterstützung für Tierhalter auf dem aktuellen Niveau zu halten;
  • die EU-Standards für Tierschutz, Tiergesundheit und Umweltverträglichkeit sollen in allen Handelsabkommen Berücksichtigung finden;
  • eine optimierte Vermarktung von EU-Tierprodukten im Ausland durch transparentere Kennzeichnungspraktiken und den Schutz geografischer Angaben;
  • Verbesserte EU-Koordinierung bei Impfstrategien, Früherkennungssystemen und Datenaustausch, einschließlich einer zentralen Impfdatenbank und Entschädigungsregelungen für von Krankheitsausbrüchen betroffene Landwirte;
  • die Einrichtung einer hochrangigen Arbeitsgruppe für Tierhaltung nach dem Vorbild der hochrangigen Arbeitsgruppe für Weinpolitik, um maßgeschneiderte Lösungen unter Berücksichtigung der regionalen Vielfalt zu entwickeln;
  • die Positionierung der EU-Tierhaltung als Eckpfeiler einer nachhaltigen Bioökonomie, um sicherzustellen, dass Produktivität, Innovation und Wettbewerbsfähigkeit Hand in Hand gehen;
  • eine umfassende und forschungsbasierte Kommissionsstrategie mit Fokus auf Präzisionslandwirtschaft und Innovation.

 

EU nimmt globale Spitzenposition ein

Die Abgeordneten verweisen darauf, dass die EU als zweitgrößter Fleischproduzent und führender Milchproduzent der Welt eine starke globale Spitzenposition einnimmt. Die Abgeordneten schreiben dem Sektor eine entscheidende Rolle bei der Versorgung mit hochwertigem Eiweiß und Nährstoffen für eine ausgewogene Ernährung zu. Zudem erinnern sie daran, dass die weltweite Nachfrage nach tierischem Eiweiß bis 2050 voraussichtlich deutlich steigen wird.

 

Tierhaltungssektor unter Druck

Allerdings erinnert der AGRI auch daran, dass der Tierhaltungssektor in der Europäischen Union unter zunehmendem wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Druck steht. Die schrumpfenden Tierbestände gingen mit einem sinkenden Fleisch- und Milchkonsum einher. Beklagt wird, dass viele Landwirte aufgrund wirtschaftlicher Schwierigkeiten, mangelnden Nachwuchses und unzureichender Zukunftsperspektiven aufgeben würden.