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21.09.2026rss_feed

Großbritannien steigert Eigenversorgung mit Schweinefleisch

©Canva

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Steigende Schweinefleischproduktion und sinkende Importe haben den Selbstversorgungsgrad Großbritanniens auf 66 % erhöht. Vor allem die EU entwickelte sich zu einem wichtigen Absatzmarkt.

 

Nach Angaben der britischen Branchenorganisation AHDB stiegen Großbritanniens Exporte von Schweinefleisch einschließlich Schlachtnebenerzeugnissen im ersten Halbjahr 2026 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 11 % auf 173.200 t. Im zweiten Quartal gingen die Ausfuhren gegenüber dem starken ersten Quartal zwar um 4 % auf 84.700 t zurück. Der Exportwert erhöhte sich im Halbjahresvergleich dennoch um 5 % auf 267,2 Mio. £.

 

EU wichtigster Absatzmarkt

Die Exporte in die EU gingen im zweiten Quartal gegenüber dem Vorquartal um 11 % zurück. Im ersten Halbjahr lagen sie mit 73.100 t jedoch 19 % über dem Vorjahresniveau. Damit nahm die EU mehr britisches Schweinefleisch auf als China.

Die Ausfuhren nach China stiegen im zweiten Quartal gegenüber dem ersten Quartal um 3 % auf 34.200 t. Insgesamt lagen sie im ersten Halbjahr jedoch 3 % unter dem Vorjahresniveau. Zuwächse verzeichnete Großbritannien dagegen bei den Lieferungen auf die Philippinen und nach Südafrika. Die Ausfuhren auf die Philippinen stiegen im zweiten Quartal um 7 %, die Lieferungen nach Südafrika um 14 %. Das Wachstum entfiel dort vor allem auf Schlachtnebenerzeugnisse.

 

Importe rückläufig

Die britischen Importe von Schweinefleisch einschließlich Schlachtnebenerzeugnissen beliefen sich im ersten Halbjahr 2026 auf gut 350.000 t. Damit lagen sie 5,6 % unter dem Vorjahresniveau. Gegenüber dem ersten Quartal stiegen die Einfuhren im zweiten Quartal allerdings leicht um 1 %.

Die Importe aus Dänemark sanken im zweiten Quartal gegenüber dem Vorquartal um 12 % auf 31.000 t. Aus Deutschland führte Großbritannien dagegen 3 % mehr Schweinefleisch ein als im ersten Quartal.

 

Selbstversorgungsgrad steigt

Die gestiegene heimische Produktion und die rückläufigen Importe ließen den Selbstversorgungsgrad Großbritanniens von 61 % im ersten Halbjahr 2025 auf 66 % im ersten Halbjahr 2026 steigen. Als Risiken für die weitere Entwicklung nennt die AHDB insbesondere Tierseuchen wie die Afrikanische Schweinepest (ASP) und die Maul- und Klauenseuche (MKS), die verhaltene Nachfrage Chinas sowie den zunehmenden internationalen Wettbewerb.