ISN zur Herbst-Agrarministerkonferenz 2026: Risikoausgleichsrücklage muss jetzt her!
Mit der heutigen Herbst-Agrarministerkonferenz in Würzburg stehen zahlreiche Themen auf der Tagesordnung, die für die Zukunft der Schweinehaltung existenziell sind. Aus Sicht der ISN darf bei allen wichtigen Diskussionen über Tierhaltungskennzeichnung, Genehmigungsrecht oder Stallumbau ein Thema nicht aus dem Blick geraten: die aktuelle wirtschaftliche Lage der schweinehaltenden Betriebe und die dringend notwendige Einführung der steuerfreien Risikoausgleichsrücklage.
Die Sicherung der Liquidität der Betriebe steht mit TOP 15 zur steuerlichen Risikoausgleichsrücklage und TOP 16 zum Risikomanagement ausdrücklich auf der AMK-Agenda.
Schweinehalter stehen wirtschaftlich unter Druck
Die Situation am Schweinemarkt ist derzeit prekär. Wir erleben nicht nur eine vorübergehende Preisschwäche, sondern eine ernsthafte Belastungsprobe für viele Betriebe
, betont ISN-Geschäftsführer Torsten Staack. Nach einem schwierigen Frühjahr konnten auch die zwischenzeitlich leicht gestiegenen Preise die hohen Verluste vieler Erzeuger nicht ausgleichen. Inzwischen geraten die Preise erneut unter Druck – auch, weil sich die Konsumenten als Reaktion auf die allgemein gestiegenen Preise beim Schweinefleischeinkauf zurückhalten und der europäische Markt ohnehin u.a. durch Spanien reichlich versorgt ist. Gleichzeitig belasten hohe Produktions- und Energiekosten die Wirtschaftlichkeit der Betriebe zusätzlich. So fehlen aktuell 55 € Erlös an jedem Schwein. Die Folgen sind zunehmend spürbar: Die Liquidität vieler Schweinehalter steht massiv unter Druck – hier geht es um deren Existenz.
Steuerliche Entlastung dringend auf den Weg bringen
Die ISN fordert deshalb von Bund und Ländern die schnelle und unbürokratische Einführung einer steuerfreien Risikoausgleichsrücklage sowie die dauerhafte Entfristung der Gewinnglättung. Die Betriebe brauchen jetzt finanzielle Luft zum Atmen. Es ist kontraproduktiv, wenn ihnen in einer wirtschaftlich schwierigen Phase durch Steuernachzahlungen für zurückliegende bessere Jahre zusätzliche Liquidität entzogen wird. Wirksames Risikomanagement muss steuerlich unterstützt und nicht bestraft werden
, fordert Staack.
Die AMK bietet Bund und Ländern die Möglichkeit, mit ihren Beschlüssen wichtige Signale für die Zukunft der Schweinehaltung zu setzen.
Unsere Forderungen zu den weiteren Punkten auf der Tagesordnung lesen Sie hier:
Herbst-AMK in Würzburg mit existenziell wichtigen Themen für Schweinehalter

