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08.07.2026rss_feed

Nach über einem Jahr Pause: Erneuter ASP-Fund bei zwei Wildschweinen in der Uckermark

Im Landkreis Uckermark wurden nach über einem Jahr neue Fälle von ASP bei zwei Wildschweinen nachgewiesen

Im Landkreis Uckermark wurden nach über einem Jahr neue Fälle von ASP bei zwei Wildschweinen nachgewiesen

Nach mehr als einem Jahr ohne Nachweis wurde im brandenburgischen Landkreis Uckermark erneut die Afrikanische Schweinepest (ASP) bei zwei Wildschweinen bestätigt. Die Fundorte befinden sich beide innerhalb der bereits bestehenden Sperrzone II des Landkreises Uckermark in unmittelbarer Nähe zur deutsch-polnische Grenze. Die Bekämpfungsmaßnahmen vor Ort wurden umgehend intensiviert.
ISN: Auch wenn die neuen Fälle für die Schweinehalter vor Ort ein bitterer Rückschlag sind, ändert sich an der Lage in Deutschland grundsätzlich nichts, da beide Fundorte in einer bereits bestehenden Sperrzone liegen.

 

Im Landkreis Uckermark ist nach über einem Jahr wieder bei zwei Wildschweinen die Afrikanische Schweinepest (ASP) nachgewiesen worden. Das Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz des Landes Brandenburg teilte diesen Befund heute Nachmittag in einer Pressemitteilung mit. Das Nationale Referenzlabor am Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) hat beide Fälle bereits offiziell bestätigt.

 

Fundorte im ASP-Schutzkorridor nahe der polnischen Grenze

Die Fundorte befinden sich beide innerhalb der bereits bestehenden Sperrzone II (gefährdetes Gebiet) des Landkreises Uckermark. Sie liegen in unmittelbarer Nähe zur deutsch-polnischen Grenze südlich von Schwedt/Oder bei Stützkow und Neu Galow und damit innerhalb des eingerichteten ASP-Schutzkorridors. Die epidemiologischen Ermittlungen laufen bereits. Aufgrund der räumlichen Nähe zu den infizierten Gebieten im Nachbarland geht das Ministerium derzeit von einem Eintrag durch migrierende Wildschweine aus Polen aus.

 

Fallsuche läuft auf Hochtouren

Der Landkreis Uckermark hat alle notwendigen Bekämpfungsmaßnahmen unverzüglich intensiviert und erhält dabei Unterstützung vom Tierseuchenbekämpfungsdienst des Landes Brandenburg. Um das genaue Ausmaß des aktuellen Geschehens so schnell wie möglich zu bestimmen, läuft rund um die Fundstellen eine verstärkte, großflächige Fallwildsuche. Dabei kommen auch Kadaversuchhunde und Drohnentechnik zum Einsatz. Zudem wurde eine verstärkte Bejagung sowie die tierseuchenrechtliche Entnahme von Schwarzwild angeordnet. Schweinehalter in der betroffenen Region sind aufgefordert, die Biosicherheitsmaßnahmen in ihren Betrieben weiter zu verstärken.

 

Appell an Bevölkerung

Der Leiter des Landeskrisenstabs zur Bekämpfung der ASP, Staatssekretär Dr. Stephan Nickisch, betonte die Zuverlässigkeit der bisherigen Strategie, richtete aber gleichzeitig einen klaren Appell an die Bevölkerung: Die in den von der ASP betroffenen Landkreisen angewandten Bekämpfungsmaßnahmen haben sich bewährt und werden auch weiterhin konsequent angewendet. Entscheidend ist aber: ASP-Schutzzäune dürfen nicht beschädigt werden und ihre Tore müssen geschlossen bleiben.

 

Die ISN meint:

Für die Schweinehalter vor Ort ist der erneute ASP-Fund ein bitterer Rückschlag. An der grundsätzlichen Sicherheitslage in Deutschland ändert sich dadurch jedoch nichts, da die Fundorte innerhalb einer bestehenden Sperrzone liegen, wo ohnehin bereits entsprechende Auflagen gelten.