NRW: Zusätzlicher ASP-Schutzzaun und Verstärkung der Maßnahmen in Südwestfalen
Im südwestfälischen ASP-Gebiet wird die Seuchenbekämpfung weiter verstärkt: Innerhalb der Sperrzone II entsteht ein zusätzlicher Schutzzaun, damit die Wildschweinbejagung verstärkt und das Risiko einer weiteren Verschleppung reduziert werden kann. Suchteams und Jäger sind weiterhin im Dauereinsatz. Die steigenden Fallzahlen bestätigen den anhaltenden Handlungsdruck.
Im Gebiet des Infektionsgeschehens mit der Afrikanischen Schweinepest (ASP) im südwestfälischen Raum wird innerhalb der Sperrzone II ein weiterer Schutzzaun errichtet. Gemeinsam mit dem vollständig eingezäunten Kerngebiet wird so eine doppelte Zäunung geschaffen, die eine wesentliche Maßnahme für die Eindämmung und Tilgung der ASP in der Region ist.
Ziel: Bejagung durch zusätzlichen Zaun verstärken
Die Umzäunung erfolgt innerhalb der Sperrzone II und orientiert sich an deren geografischem Verlauf. Dadurch soll einer weiteren Verbreitung der Tierseuche durch Verschleppungen aus dem Kerngebiet begegnet werden. Gleichzeitig ermöglicht die Zäunung eine verstärkte Bejagung innerhalb der Sperrzone II und schränkt das Risiko einer weiteren Verschleppung der Tierseuche durch jagdlich bedingte Wildbewegungen ein. Die Kreise Olpe, Siegen-Wittgenstein und der Hochsauerlandkreis werden die weitere ASP-Schutzzäunung in der Sperrzone II im Laufe dieser Woche durch Allgemeinverfügungen anordnen.
Kadaverspürhunde und Drohnen täglich im Einsatz
Unverändert sind täglich Suchteams mit speziell ausgebildeten Kadaverspürhunden im ASP-Gebiet im Einsatz, zudem helfen Drohnen bei der Erfassung von Wildschweinen. Die verstärkte Bejagung von Wildschweinen zur Reduktion der Wildschweinpopulation erfolgt – mit Ausnahme von Gebieten mit aktuellen Funden, in denen Jagdruhe gilt – innerhalb des Ausbruchsgebietes.
Zahl der ASP-Fälle steigt weiter
Seit dem Erstfund eines an der ASP verendeten Wildschweins bei Kirchhundem im Kreis Olpe im Juni 2025 werden im Zuge eines landesweiten Monitorings erlegte und tot aufgefundene Wildschweine auf ASP-Viren untersucht. Mittlerweile sind hierbei landesweit rund 44.400 Tiere negativ untersucht worden. 520 Tiere wurden in den Kreisen Olpe, Siegen-Wittgenstein sowie vereinzelt im Hochsauerlandkreis positiv getestet. Aktuell gibt es einen weiteren ASP-positiven Fall im Kreis Siegen-Wittgenstein in der Nähe von Kreuztal-Littfeld. Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI), das Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit, hat den Verdachtsfall bestätigt. Der Fundort der tot aufgefunden Bache befindet sich innerhalb der aktuellen Sperrzone II.
Biosicherheitsmaßnahmen strikt einhalten
Das Ministerium für Landwirtschaft und Verbraucherschutz NRW appelliert nach wie vor an Landwirte mit Schweinehaltungen, die bekannten Biosicherheitsmaßnahmen zum Schutz der Hausschweinebestände vor der ASP gerade jetzt ganz besonders zu beachten. Selbstverständlich sind auch die Hobbyhalter zu höchster Vorsicht aufgerufen. Als wichtiger Baustein zur Bekämpfung der ASP sind Jäger weiterhin aufgerufen, zur weiteren Reduktion des Wildschweinebestands in den betroffenen Gebieten verstärkt Schwarzwild zu bejagen. Diese Bejagung erfolgt auf der Grundlage individueller Bejagungskonzepte der betroffenen Kreise.

