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28.08.2026rss_feed

Preiskrise und ASP treiben den Strukturwandel in Polen

© Canva

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Im Nachbarland Polen schreitet der Strukturwandel weiter voran. Allein im Juli gaben dort fast 300 Betriebe die Schweinehaltung auf. Neben der Preiskrise am europäischen Schweinemarkt belastet zusätzlich die Afrikanische Schweinepest (ASP) die Branche – das Land bekommt die Tierseuche weiterhin nicht in den Griff.

 

Fast zehn Betriebe geben täglich auf

Die angespannte Lage am europäischen Schweine- und Ferkelmarkt hinterlässt auch in Polen deutliche Spuren. Wie das polnische Agrarportal farmer.pl berichtet, wurden im Juli fast 300 Schweinehaltungen aus der Datenbank der Agentur für die Umstrukturierung und Modernisierung der Landwirtschaft (ARiMR) gestrichen. Rechnerisch haben damit täglich fast 10 Betriebe aufgegeben. Ende Juli waren im polnischen Tierregistersystem IRZ noch 40.861 Schweinehaltungen erfasst. Das ist der niedrigste Stand, der in Polen je registriert wurde.

 

Bestand schrumpft langsamer als die Betriebszahl

Auch die Zahl der gehaltenen Schweine ging zurück – allerdings weit weniger stark. Zum 31. Juli zählte die ARiMR-Datenbank 9.212.802 Schweine, gut 57.000 weniger als einen Monat zuvor. Da die Betriebe schneller verschwinden als die Tiere, wachsen die verbleibenden Bestände: Im Schnitt hält ein polnischer Betrieb inzwischen 226 Schweine.

Der Trend hält schon länger an. Seit 2023 haben rund 12.000 Betriebe die Schweineproduktion beendet – fast jeder vierte Halter. Der Gesamtbestand blieb in dieser Zeit nahezu unverändert, die durchschnittliche Herdengröße legte um rund 50 Tiere zu.

 

ASP bleibt ein Dauerproblem

Neben dem wirtschaftlichen Druck macht die ASP dem polnischen Schweinesektor zu schaffen. Nach Angaben des deutschen Friedrich-Loeffler-Instituts wurden in Polen in 2026 bislang 1.580 ASP-Fälle registriert: 1.575 bei Wildschweinen und fünf bei Hausschweinen. Polen verzeichnet damit aktuell die meisten ASP-Fälle in ganz Europa.