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02.04.2026rss_feed

Sachsen: Neuer ASP-Fall bei Wildschwein im Landkreis Görlitz

Über ein Jahr wurde kein neuer ASP-Fall in Sachsen festgestellt - nun wurde das Virus bei einem verendeten Wildschwein in den Königshainer Bergen nachgewiesen ©Canva, https://www.bing.com/maps/

Über ein Jahr wurde kein neuer ASP-Fall in Sachsen festgestellt - nun wurde das Virus bei einem verendeten Wildschwein in den Königshainer Bergen nachgewiesen ©Canva, https://www.bing.com/maps/

In Sachsen ist in den Königshainer Bergen im Landkreis Görlitz erneut ein Fall der Afrikanischen Schweinepest (ASP) bei einem verendeten Wildschwein nachgewiesen worden. Erste Maßnahmen vor Ort wurden umgehend eingeleitet. Sachsen galt seit Anfang Februar ASP-frei.

 

Nachdem Sachsen Anfang Februar die letzten Restriktionszonen zur Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) im Schwarzwildbestand aufgehoben hatte, ist die Tierseuche erneut ausgebrochen. Wie das Sächsisches Staatsministerium für Soziales, Gesundheit und Gesellschaftlichen Zusammenhalt (SMS) heute Morgen mitteilte, wurde das ASP-Virus am 31.03.2026 bei einem verendet aufgefunden Wildschwein in den Königshainer Bergen, westlich der Stadt Görlitz im Landkreis Görlitz, nachgewiesen. Dabei handelt es sich um ein männliches Tier, dessen Alter auf höchstens zwei Jahre geschätzt wird. Das nationale Referenzlabor für Tierseuchen am Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) hat den Befund der Landesuntersuchungsanstalt Sachsen bereits bestätigt. Der Freistaat galt seit dem 05.02.2026 als ASP-frei, nachdem der letzte Fall genau ein Jahr zurücklag und die EU-Kommission daraufhin die Aufhebung der Restriktionszonen genehmigt hatte.

 

Sofortmaßnahmen umgehend eingeleitet

Laut SMS wird nun geprüft, ob es sich um einen Neueintrag handele. Das Landestierseuchenbekämpfungszentrum der Landesdirektion Sachsen habe die Arbeit wieder aufgenommen und erste Sofortmaßnahmen veranlasst. Kadaversuchhundegespanne sowie Drohnen wurden mit einer intensiven Fallwildsuche beauftragt. Der Rückbau der Zäune im Umkreis von zehn Kilometern um den Fundort wurde gestoppt. Zudem werde geprüft, ob und in welchem Radius neue Zäune errichtet werden müssen.

 

Köpping: Trifft uns hart, aber nicht unvorbereitet.

Die für Tierseuchenbekämpfung zuständige Sozialministerin Petra Köpping erklärte, der erneute Fall treffe Sachsen hart, jedoch nicht unvorbereitet. Man beginne nicht bei Null: In den letzten fünfeinhalb Jahren haben wir viel Erfahrung im Umgang mit dieser Tierseuche gewonnen. Gemeinsam mit den regionalen Veterinärbehörden, den Jägern und Landwirten sind wir ein eingespieltes Team. Auf dieses enge Miteinander vertrauen wir erneut, um eine Ausbreitung dieser Tierseuche von dem neuen Fundort aus zu verhindern.