Schlachter nutzen niedriges Preisniveau zum Jahresbeginn um leere Lager wieder aufzufüllen

Im Januar 2026 stieg die eingelagerte Menge an Schweinefleisch um etwa 30.000 t gegenüber dem Vormonat Dezember an ©Canva
Die Lagerbestände an Schweinefleisch sind zum Jahresbeginn deutlich gestiegen, nachdem zuvor große Mengen abgebaut wurden. Laut AMI nutzten Schlachtunternehmen die günstigen Preise, um ihre Tiefkühllager wieder zu füllen – mit Chancen für ansteigende Preise im Frühjahr, aber auch Risiken durch mögliche steigende Energiekosten.
Die vergleichsweise überschaubaren Lagerbestände in den Gefrierhäusern zu Jahresbeginn haben laut Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI) maßgeblich dazu beigetragen, dass die entstandenen Überhänge zügig abgebaut werden konnten. Diese hatten sich aufgrund der Feiertagskonstellation rund um Weihnachten und den Jahreswechsel aufgebaut.
Lagerbestände rund um Weihnachten stark abgebaut
In den letzten Wochen des Vorjahres waren die Lager nämlich bereits spürbar geleert worden: Der Lagerbestand an Schweinefleisch der Mitglieder des Verbands Deutscher Kühlhäuser und Kühllogistikunternehmen (VDKL) betrug im Dezember 2025 noch 64.000 t. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Lagermöglichkeiten einiger großer Schlachtunternehmen, die nicht Mitglied im VDKL sind, nicht erfasst werden.
Deutlicher Aufbau im Januar 2026 - Preisvorteile ausgenutzt
Im Januar 2026 stieg die eingelagerte Menge an Schweinefleisch dann um etwa 30.000 t gegenüber dem Vormonat Dezember an. Zum Vergleich: Im Januar 2025 waren die eingelagerten Mengen lediglich um 16.000 t gestiegen. Die Schlachtunternehmen und Verarbeiter hätten die zu Jahresbeginn günstigen Preise genutzt und ihre Lagerbestände entsprechend aufgebaut, kommentiert die AMI die Situation.
So könnten die nachgelagerten Stufen von den Preisanstiegen im Frühjahr profitieren, wenn sie auf günstiger eingekauften Rohstoff zurückgreifen können. Dabei bestünde jedoch das Risiko steigender Energiekosten, beispielsweise mit Blick auf den Konflikt im Mittleren Osten.
