Schweinefleischexport: Spanien festigt Handelsbeziehung mit China

Staatsbesuch: Spanien festigt seine Handelsbeziehung mit China und sichert sich den Exportzugang für veredelte Schweinefleisch-Waren
Während der EU-Agrarhandel mit China politisch unter Druck steht, baut Spanien dort seine Marktführerschaft und die Handelsbeziehung weiter aus. Bei einem Staatsbesuch in Peking konnte Spanien u.a. den Export von verarbeitetem und gekochtem Schweinefleisch sichern.
Bei einem Besuch von Spaniens Ministerpräsidenten Pedro Sánchez in Peking wurden neben einem Regionalisierungsabkommen für den Fall des Auftretens von Vogelgrippe und der Newcastle-Krankheit, mehrere Kooperationsprotokolle zwischen den beiden Staaten unterzeichnet – dadurch wird auch u.a. der für Spanien wichtige Schweinefleischexport nach China gestärkt.
Strategische Allianz: Spanien als Chinas Top-Lieferant
Spanien hat sich in den vergangenen Jahren zum weltweit wichtigsten Lieferanten für Schweinefleisch nach China entwickelt. Mit einem Exportvolumen von rund 540.000 Tonnen und einem Warenwert von über 1,1 Mrd. € (2024) steht das Land unangefochten an der Spitze der Importliste. Fast 20 % der gesamten spanischen Schweinefleischexporte gehen in die Volksrepublik. Durch das Regionalisierungsabkommen der beiden Länder konnte Spanien trotz des ASP-Ausbruchs im November 2025 den Export von Schweinfleisch aufrechterhalten. Für das Jahr 2025 wird trotzdem ein Rückgang der Mengen erwartet, da China seinen eigenen Schweinebestand weiter ausgebaut hat.
Staatsbesuch: Grünes Licht für veredelte Schweinefleisch-Waren
Der aktuelle Staatsbesuch aus Madrid in China festigt die Rolle Spaniens als Lieblingspartner
innerhalb der EU. Während der Rest der europäischen Branche unter Handelsspannungen leidet, unterzeichneten beide Länder neue Protokolle, die den Marktzugang weiter erleichtern. Peking gibt nun grünes Licht für die verstärkte Einführung von verarbeitetem und gekochtem Schweinefleisch. Damit kann die spanische Industrie künftig noch höherveredelte Produkte mit mehr Wertschöpfung liefern, neben gefrorenem Fleisch und Schlachtnebenprodukten.
