Vorerst nicht unterschreiben: Neue Abnahme- und Lieferverträge mit Änderungsbedarf
DBV und ISN sehen bei Liefer- und Abnahmeverträgen, die aktuell u.a. das Unternehmen Tönnies neu aufgesetzt hat, deutlichen Änderungsbedarf. Die gemeinsame Prüfung läuft – deshalb der Rat: Vorerst nicht unterschreiben!
Die ISN bietet ihren Mitgliedern an, insbesondere Neuverträge unabhängig vom Abnehmer der Schweine, kostenfrei zu prüfen.
Vor dem Hintergrund veränderter Rahmenbedingungen am Schweinemarkt und der aktuellen Preiskrise wird seit einigen Monaten sehr intensiv über die Notwendigkeit der Anpassung der Preisbildung für Schlachtschweine diskutiert. Gleichzeitig erfordern Umstrukturierungen in den Tierwohlprogrammen Anpassungen in den Liefervereinbarungen.
Neue Tönnies-Verträge vorerst nicht unterzeichnen!
Inmitten dieser Diskussion hat das Unternehmen Tönnies bestehende Liefer- und Abnahmeverträge mit Schweinemästern gekündigt und ihnen angeboten, einen neuen Vertrag zu unterzeichnen. Der Deutsche Bauernverband (DBV) und die ISN sehen an verschiedenen Punkten deutlichen Änderungsbedarf und prüfen derzeit gemeinsam diesen neuen Vertrag. Die Verbände und das Unternehmen sind zu dem Sachverhalt bereits im Austausch.
DBV und ISN raten Landwirten, den Vertrag aktuell noch nicht zu unterzeichnen und das Ergebnis der Prüfung abzuwarten. Über das Ergebnis der Prüfung werden wir unmittelbar berichten.
Gleicher Maßstab auch für andere Schlachtunternehmen
Die Notwendigkeit der Prüfung gilt im Übrigen nach gleichem Maßstab auch für etwaige Vertragsangebote anderer Schlachtunternehmen. In den bisherigen Prüfungen von Abnahme- und Lieferverträgen hat sich bereits gezeigt, dass es auch hier oftmals deutlichen Änderungsbedarf gibt.
Angebot an ISN-Mitglieder: Kostenfreie Vertragsprüfung
Gerade in nächster Zeit werden mit Blick auf den Markt und Veränderungen in der Lieferkette viele Abnahme- und Lieferverträge neu angeboten oder neu aufgesetzt werden
, so ISN-Geschäftsführer Dr. Torsten Staack. Für den Einzelbetrieb haben die Vertragsdetails weitreichende Folgen. Deshalb raten wir unseren Mitgliedern: Nutzen Sie unser Angebot an ISN-Mitglieder Ihre Lieferverträge kostenfrei von uns sichten bzw. prüfen zu lassen
, rät Staack.

