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11.06.2026rss_feed

Zwei Jahre ASP in Hessen: Kein ASP-Nachweis seit April – Ministerium mahnt im Sommer zur Vorsicht

Heaser Asp Hessenneu(1)

Vor zwei Jahren im Juni 2024 wurde in Hessen der erste Fall der Afrikanischen Schweinepest (ASP) bei einem Wildschwein nachgewiesen. Seitdem hat die Seuche das Land in Atem gehalten. Doch die intensive Bekämpfung zeigt Erfolg: Nach stark rückläufigen Fallzahlen und der Verkleinerung von Sperrzonen sind seit Ende April keine neuen Fälle mehr in Hessen aufgetreten. Dennoch mahnt das hessische Landwirtschaftsministerium zu höchster Achtsamkeit und appelliert an die Schweinehalter, in den Sommermonaten nicht nachlässig zu werden und die Biosicherheitsmaßnahmen strikt einzuhalten.

 

Seit dem Erstausbruch hat sich die ASP vor allem in Südhessen ausgebreitet. Schwerpunktmäßig betroffen waren die Landkreise Bergstraße, Groß-Gerau sowie Darmstadt-Dieburg. Laut offiziellen Zahlen des Landes Hessen wurden seit Beginn des Geschehens insgesamt 2.333 ASP-Fälle von 6.899 untersuchten Proben bei Wildschweinen bestätigt. Die konsequenten Bekämpfungsmaßnahmen, darunter intensive Fallwildsuche und die Errichtung von Schutzzäunen, zeigten jedoch Wirkung.

 

Fallzahlen seit Jahresbeginn rückläufig

In den letzten Monaten kam das Seuchengeschehen deutlich zur Ruhe. Seit Jahresbeginn wurden nur 29 ASP-Fälle registriert. Diese positive Entwicklung führte dazu, dass die EU-Kommission im April 2026 einer ersten Teilrückstufung bzw. Verkleinerung der eingerichteten Sperrzonen zustimmte. Dadurch konnten in Teilen des Rheingau-Taunus-Kreises sowie im Main-Taunus-Kreis, Hochtaunuskreis, in Wiesbaden und Frankfurt Sperrzonen verkleinert und Restriktionen aufgehoben werden.

 

Keine neuen Fälle seit Ende April

Die letzten positiven Nachweise in Hessen wurden im April im Landkreis Bergstraße registriert. Seit dem 29. April 2026 wurde landesweit kein neuer ASP-Fall mehr festgestellt. Diese positive Entwicklung ist ein großer Erfolg der intensiven Seuchenbekämpfung. Dennoch mahnen die Behörden weiterhin zur Vorsicht – insbesondere mit Blick auf die kommenden Sommermonate.

 

Wachsamkeit bleibt geboten: Eintragsrisiko im Sommer erhöht

Das Hessische Landwirtschaftsministerium weist aktuell darauf hin, dass das Risiko für einen ASP-Eintrag in Hausschweinebestände im Sommer erfahrungsgemäß steigt. Untersuchungen in verschiedenen EU-Mitgliedsstaaten, die von der ASP betroffen sind, haben gezeigt, dass bis zu 50 Prozent der Ausbrüche in den Monaten Juli, August und September auftreten. Vor diesem Hintergrund appelliert das Ministerium an alle Schweinehalter, die Biosicherheitsmaßnahmen konsequent umzusetzen.

 

Mögliche Rolle von Insekten in Sommermonaten

Besonderes Augenmerk soll auf dem Schutz der Bestände vor stechenden und blutsaugenden Insekten wie Fliegen oder Bremsen liegen, deren mögliche Rolle bei der Übertragung diskutiert wird. Auch wenn dies im Vergleich zu anderen Wegen eine untergeordnete Rolle spiele, sei im Rahmen der betrieblichen Möglichkeiten besonders auf die Reduzierung der Brutstätten, die Minimierung der Eintragsquellen sowie die konsequente Bekämpfung mit geeigneten Maßnahmen zu achten.